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Kinderarbeit im indischen Saatgut-Anbau: Bayer, Monsanto und Unilever
Coordination gegen BAYER-Gefahren e.V. Der sehr arbeitsintensive Anbau von Baumwoll-Saatgut in Südindien erfolgt in kleinen Zuliefer-Betrieben, die zwar nominell unabhängig, jedoch durch Qualitäts- und Preisvorgaben sowie durch langfristige Lieferverträge an die Konzerne gebunden sind. Die hauptsächlich in Andhra Pradesh gelegenen Farmbetriebe beschäftigen Zehntausende Kinder - überwiegend Mädchen zwischen 6 und 14 Jahren. Von Werbeagenten werden sie ihren Eltern in Notzeiten für einen Vorschuss gezielt abgeworben und gehen dann in den Frondienst - auf oft bis zu 100 km entfernt gelegenen Saatgutfarmen. Viele sind über Jahre auf den selben Feldern tätig, um immer wieder neue Vorschüsse abzuarbeiten. Für eine 12-Stunden-Schicht erhalten sie unter 50 Cent. Giftigen Pestiziden ausgesetzt ist ihre Gesundheit im besonderen Maße gefährdet - ein schlimmer Verstoß gegen die Konvention 182 der ILO. Vom Schulbesuch sind sie ausgeschlossen, damit ist jede Chance verbaut, aus dem Armutskreis ausbrechen zu können. Die Saatgut-Konzerne nehmen auf den Farmen mehrmals pro Jahr Kontrollen vor und räumen "Probleme mit Kinderarbeit" ein, schieben jedoch die Verantwortung auf die Zulieferer. Die Farm-Betreiber hingegen verweisen auf die niedrigen Abnahmepreise für das Saatgut, die eine rentable Produktion nur mit Hilfe von Kinderarbeit ermöglichen. Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren: "Es wäre für die Firmen ein Leichtes, durch die Zahlung höherer Abnahmepreise sowie ein vertragliches Verbot von Kinderarbeit und diesbezüglichen Kontrollen das Problem zu lösen. Es ist beschämend, dass reiche Konzerne wie Bayer von der Ausbeutung von Kindern profitieren." Rainer Kruse von der deutschen Sektion des Global March Against Child Labour : "Das Beispiel macht sehr deutlich, dass Kinderarbeit, weil sie so billig zu haben ist, den Erwachsenen die Arbeitplätze nimmt. Der deutsche Bayer-Konzern könnte eine Vorreiterrolle bei der Befreiung der Kinder aus der Fron übernehmen, indem er den Farmern angemessene Abnahmepreise zahlt -geknüpft an die Bedingung, "unverzüglich Erwachsene auf Mindestlohnbasis einzustellen".
Der beachtliche Erfolg bei der Bekämpfung der Kinderarbeit in der Teppichindustrie durch die Einführung des Warenzeichens Rugmark
zeigt, dass Bayer die Leiden der Kinder in seinem Bereich beenden könnte." Den kompletten Text der Studie finden Sie unter: |
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Kinderarbeid in katoenzaadindustrie
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Landelijke India Werkgroep - 5 februari 2007